120 SchülerInnen aus über 60 SoR-Schulen in NRW zeigten Gewalt und Rassismus die Rote Karte

von 20. Februar 2015KKG-Blog

Hier ist der offizielle Bericht der Landeskoordinatoren SoR-SmC über das Landestreffen der SoR-Schulen in Hattingen (unsere Schülersprecherin Jessica Klaus berichtete an dieser Stelle bereits vorweg):

Vom 6.-8.2. 2015 fand zum sechsten Mal in Kooperation mit der DGB Jugend NRW das Landesschüler_innentreffen NRW im DGB Jugendbildungszentrum in Hattingen statt. Der Andrang im Vorfeld war so groß, dass wir die Teilnehmer_innenzahl pro Schule auf Zwei begrenzen und dennoch auch noch viele Absagen schreiben mussten.
In dreizehn Workshops wurde am Samstag zu vielen Themen unseres Netzwerks gearbeitet. So wurde die Muslimfeindlichkeit aber auch die Attraktivität radikal-islamistischer Strömungen für Jugendliche ebenso thematisiert wie der Antisemitismus oder die Abwertung von Roma und Sinti. Die Diskriminierung von Lesben und Schwulen und die Genderfrage wurde bearbeitet. Zwei Workshops beschäftigten sich mit dem Alltagsrassismus, wie man ihn erkennt und wie man dagegen vorgehen kann. Die Workshops wurden von Teamer_innen der AWO Integrationsagentur Mittelrhein, der DGB Jugend NRW, von SchLAU NRW, dem NDC und der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW gestaltet.
Die Präsentation der Texte, die im Literandale Workshop verfasst wurden, löste ebenso Begeisterung aus wie die Vorstellung der im Theaterworkshop entwickelten Stücke.
In den Workshops am Sonntag stand dann die konkrete Arbeit an den Schulen im Mittelpunkt. Die Gruppe „Rheine ohne Rassismus“ stellte ihre Arbeit vor, mit Vertretern der Landesschüler_innenvertretung NRW ging es um die Rechte der SV. Die Frage, wie Nachhaltigkeit in der Arbeit an der Schule erreicht werden kann und welche Schritte bei der Planung von Projekten zu beachten sind, wurde mit Kolleg_innen des Kommunalen Integrationszentrums Kreis Unna und der mobilen Beratung diskutiert. Und es ging um die Entwicklung von Ideen für Aktionen rund um den 20. Geburtstag des Netzwerks. So wird zur Zeit mit Unterstützung der Kommunalen Integrationszentren in Dortmund und Umgebung an einem Bühnenprogramm im Rahmen eines Straßenfestes am 13.6. gebastelt. Darüberhinaus wurden eine Vielzahl von Ideen gesammelt, wie sich die Schulen an einem gemeinsamen Aktionstag am 3.6. unter dem Motto „20 Jahre SoR – Wir feiern mit!“, den die Landeskoordination vorgeschlagen hat, beteiligen könnten.
Renate Bonow und Julia Kilian – Landeskoordination „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

 

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